Ein Plädoyer für die Legalisierung von Hanf

Laurent Scholtes aus Lamadelaine

SOFTDRUGS - CANNABIS VS. ALKOHOL: EINE GEGENENÜBERSTELLUNG

EIN PLÄDOYER FÜR DIE LEGALISIERUNG VON HANF


Das gute alte Kraut, früher Hanf genannt, die älteste Kulturpflanze der Welt, war einst die wichtigste Pflanze auf der Welt. Man hat Papier, Öl, Ethanol, Kleidung, Medikamente, Kunststoff und vieles mehr hergestellt. So wurde auch der 1. Entwurf der Gutenbergbibel auf Hanfpapier gedruckt, genauso wie der 1. Entwurf der US amerikanischen Unabhängigkeitserklärung, Landkarten und die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika. Auch sind die Kunstwerke von z.B. Rembrandt und Van Gogh auf Hanfleinwandgemalt worden. In den USA war es bis 1940 Pflicht, Papier nur aus Hanf herzustellen. Es hieß 1 Morgen Hanf stellt so viel her wie 4.1 Morgen Wald. Man wollte das Abholzen von Wäldern verhindern. Hanf produziert 4 Mal so viel Zellstoff aus Holz und 4-7 Mal weniger Abfall! Farben und Lacke wurden bis 1937 aus Hanfnussöl gewonnen. Der 1. Ford war ein Auto mit einer Hanfkarosserie und lief mit Hanf-Ethanol. 1938 bekam der Hanf, trotz des Verbotes von 1937, den Titel „ Milliarden Dollar Feldfrucht“ weil das Geschäft die Milliarde Dollar überschritt. So hieß es: „ Als die griechischen Tempel noch neu waren, war der Hanf bereits alt im Dienste der Menschheit“. Viele Armeen gaben und geben ihren Soldaten Hanf gegen traumatische Folgen.

Wieso ist also Etwas, das nachweislich harmloser als Alkohol ist, verboten, während Alkohol nicht nur legal, sondern auch einen regelrechten Kultstatus innehat. Oder träume ich, wenn ich sehe, dass Weinköniginnen gekrönt werden, Grand Premier Cru gekürt werden und sich Wissenschaftler nur mit Wein beschäftigen?! Leute sagen dann, es geht jetzt nur um Cannabis und seine Gefahren, nicht um den Alkohol... Guter netter Einwand, aber dieser hält nicht wirklich das nächste Lüftchen aus, denn während Alkohol erwiesenermaßen nicht nur psychisch und physisch abhängig macht, aggressiv macht und für viele Krankheiten verantwortlich ist, ist Alkohol legal und Cannabis, das auch erwiesenermaßen gegen viele Krankheiten, allen voran Krebs gut ist, ist illegal.

Außerdem muss man die Dinge miteinander vergleichen können um nicht bigotte Schlüsse ziehen zu können! Unzählige Studien haben bewiesen, dass Cannabis gegen sehr viele Krebsarten wirkt, Tumore vom Weiterwachsen und vom Metastasieren abhält. Ich rede hier nicht von Kiffer Magazinen, sondern von Universitätsschriften aus Harvard, New York und London, sowie von staatlichen und anerkannten Forschungslaboren. So hilft Cannabis mit Sicherheit gegen folgende Krebssorten: Mastdarmkrebs, Blutkrebs, Lungenkrebs, Darmkrebs, Prostatakrebs, Leberkrebs, Pankreaskrebs und Hautkrebs. Des Weiteren ist Cannabis ein sehr gutes Schmerzmittel, besonders bei Kopf- und Rückenschmerzen, Migräne, hilft bei Glaukom, Schlaflosigkeit, ADHS ( sanftere Behandlung als mit Ritalin), Asthma, Crohn’ s Krankheit, Arthritis, Depression, Alzheimer, Demenz, Parkinson, Multiple Sklerose, Anorexie, Diabetes, Hepatitis C , HIV, Osteoporose und Tourette.

Die University of Nottingham hat eine Studie von Dr. Tim England herausgebracht, die belegt, dass Cannabis auch gut nach einem Schlaganfall eingesetzt werden kann. Das „Journal of Psychoactive Drugs“ belegt, dass Trauma-Folgen gut mit Cannabis zu behandeln sind. Neueste Studien befassen sich mit dem Ebola Virus. Da das Ebola Virus ähnliche Strukturen wie das HIV-Virus aufweist und HIV schon länger mit Cannabis behandelt wird, sind Forscher dabei die Tauglichkeit dieser uralten Kulturpflanze gegen diese Seuche zu testen.

Darüber hinaus könnte man mit Hanf das Hanfethanol als Ersatz für Erdöl, das immer knapper wird und mit immer mehr unmöglicheren Methoden wie zum Beispiel das Fracking an die Erdoberfläche befördert wird, produzieren. Auch könnte mit Hanf ein Kunststoff hergestellt werden, der härter als jedes Metall ist, aus dem die Autokarosserie entstehen würde. Man denke an das 1. Modell von Ford. Es war aus einer Hanfkarosserie gefertigt und funktionierte mit Hanf Ethanol.

Außerdem wären alle Kunststoffvarianten aus Hanf biologisch abbaubar. Aus Hanf werden viele Produkte hergestellt, nämlich Papier, Stoffe, Kunststoffe, Seile, Medikamente um nur einige zu nennen. Somit könnte mit der weltweiten Abholzung der Wäldern und Urwäldern aufgehört werden.

Hanf kann überall angepflanzt werden. Die Gründe wieso Cannabis (varietas indica et sativa) und Hanf (Cannabis ruderalis) im Jahre 1937 in den USA und somit auch in Europa verboten wurden, waren hauptsächlich wirtschaftliche Ursachen und keine medizinische. Öl- Plastik- und Papiermagnaten schlugen die Faust an den Tisch und sorgten dafür, dass Hanf sozusagen in allerletzter Sekunde in das anti-Drogenprogramm aufgenommen wurde, wo es ursprünglich nur um Opiate und Kokain ging. Viele wissen ja bestimmt noch, dass in den USA während der Prohibition Alkohol verboten war uns das Resultat war, wie heute beim Cannabis, ein Abdriften in die Illegalität und in eine schlechte bis lebensgefährliche Lebensqualität.

Betreffend die Qualität: Wieso ist ein synthetischer Cannabis in fast allen Ländern Europas und in den USA überall legal, obwohl schon einige davon blind geworden oder ins Koma gefallen sind? Vom Haschrauchen ist tatsächlich noch niemand gestorben. In den USA sterben pro Jahr 400.000 Menschen an den Folgen von Tabakkonsum. 10.000 an den Folgen von Alkoholmissbrauch, 15.000 an Amphetaminen und Antibiotika, 400 scheiden durch Heroin aus dem Leben, Kokain bringt 200 Menschen ums Leben und Ecstasy hat 75 Opfer zu beklagen.

Cannabis hat eine NULLQUOTE. Wieso denn diese Verteufelung? Wer fürchtet da was? Viele Fragen kommen auf.

Im Gegensatz zum legalen synthetischen Cannabis ist der natürliche Cannabis wirklich gesund. So enthält es sehr viele Proteine, wie zum Beispiel Edestin, ein Pflanzenprotein, das der menschliche Körper braucht um Antikörper, Enzyme, Hormone und Hämoglobinzellen bilden zu können. Cannabis ist eine der wenigen Pflanzen auf der Welt, die eine wahre Proteinbombe darstellt. Man hat auch Cannabinoide in der Muttermilch gefunden und auch wenn das brüskieren mag, aber es wurde wissenschaftlich nachgewiesen, das Cannabinoide für das Wachstum und für die Entwicklung der Babys vorteilhaft ist. Auch enthält die Pflanze die ideale Zusammensetzung von Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren, Werte, die von der WHO als ideal gepriesen werden. Man findet auch blutgerinnende Stoffe im Cannabis.

Hanf ist also wirklich gesund und weniger tausende Male giftig als Alkohol und Tabak. Trotzdem ist Cannabis illegal, während Alkohol und Tabak legal sind. Pharmazeutische Produkte fordern viele Tote und körperliche und geistige Wracks, aber darüber spricht niemand. Cannabis ist entzündungshemmend, Knochenaufbauend und Zellschützend. Cannabinoide verhindern das Weiterwachsen von Metastasen bei vielen Krebsarten. Leute, die sich nicht damit beschäftigen, kommen immer mit Horrorgeschichten von Jugendlichen, die Psychosen und Schizophrenie durch das Kiffen bekommen. Da sollte man sicherstellen ob sie nicht den legalen synthetischen Cannabis konsumiert haben. Aufklärung steht unserem Zeitalter besser zu Gesicht als Verteufelung.

Vor der Prohibition dieser nützlichen Pflanze, die für die Druiden eine göttliche Pflanze war, stand sie in der Alten Chinesischen Medizin, unter den 50 wichtigsten Pflanzen. In die westliche Medizin aufgenommen wurde Cannabis in der Mitte des 20. Jahrhunderts durch William O’Shaughnessy, der die Pflanze aus dem indischen Heilwesen her kannte. Im 20. Jahrhundert wurden mehr als 100 Hanfjournale von medizinischen Verlagen herausgebracht und in fast allen Apotheken konnte man Cannabis und Cannabisprodukte kaufen. Während Cannabis so konsumiert, also geraucht, eher entspannend wirkt und nun wirklich nicht aggressiv macht, kann man die Aggressivität durch Alkohol nicht von der Hand weisen. Auch die althergebrachte Stigmatisierung „ Cannabis macht blöd“ ist nach einer neuen Studie von dem „ University College of London“ auch nicht richtiger als die Aussage“ Selbstbefriedigung macht blind“. Es wurde schon in alten Studien belegt, dass THC die Synapsen des Gehirns nur ummantelt und diese Ummantelung nach ein paar Stunden verschwindet, während Alkohol die Gehirnzellen regelrecht abtötet. Betrunkene sind in der Gesellschaft und am Steuer weitaus gefährlicher als Kiffer! Das soll jetzt kein Plädoyer sein um benebelt Auto zu fahren, aber Fakt ist. Jemand, der frisch bekifft Auto fährt, fährt eher zu vorsichtig und zu langsam, während jemand, der Alkohol trinkt, eher zu schnell und zu offensiv fährt.

Wieso also diese Verteufelung? Hier sind die Gründe: Zeitungsmagnat William Randolph Hearst besaß neben seiner „ Hearst Paper Manufacturing“ riesige Waldflächen. Hanf wäre für ihn und seine Geschäfte eine große Gefahr gewesen¨

Der Chemiekonzern Dupont hat zufälligerweise im Jahre 1937, in dem Jahr als Hanf in den United States verboten wurde, ein Patent für den Herstellungsprozess zur Gewinnung von Kunststoff aus Kohle und Erdöl erstellen lassen. Da Kunststoff aus Hanf biologisch abbaubar ist und zudem 10-mal stärker als Stahl ist, hätte dies Duponts Geschäft ruiniert. Plastik, Zellophan, Zelluloid, Methanol, Nylon, Rayon, Dacron …konnten nun aus Erdöl und nicht mehr aus Hanf produziert werden. Andrew Mellon, zu seiner Zeit einer der reichsten Amerikaner und Finanzminister von Präsident Hoover, war gleichzeitig Investor bei Dupont und hat einen Angeheirateten seiner Familie zum Chef der Drogenbehörde ernannt. Hanf wurde von der Wunderpflanze zum Staatsfeind und das nur weil es den Profit von einflussreichen Konzernen gefährdete.

Hanf bekam den mexikanischen Namen „Marihuana“ und wurde auf einmal schlecht geredet. Im englischsprachigen Raum legt man Wert darauf, Marihuana mit „j“ also „Marijuana“ zu schreiben, das nur nebenbei. Die Diffamierungskampagne der Medien zwischen Ende der Zwanzigerjahre und der Dreißigerjahre sollte Hanf für alles verantwortlich machen wie diese industriell finanzierte Filme wie „Reefer“ (so wurden Joints bei Jazz und Blues Musiker genannt) Madness“ von 1936, „Marijuana-Assassin of Youth“ von 1935 und „Marijuana-the Devil’s weed“ von 1936. Ziel dieser Propaganda war es die Bevölkerung für einen Verbot dieser einst so nützlichen Pflanze zu gewinnen. In diesen Filmen wurden gewalttätige Drogensüchtige gezeigt, unheilbare Wahnsinnige, Ermordung ganzer Familien mit einer Axt und es wurde behauptet Marijuana sei gefährlich, tödlicher und noch zerstörerischer als Heroin und Kokain. Genau wie heute waren viele Menschen damals naiv oder ignorant. Niemand hat die Obrigkeit in Frage gestellt und was in den Medien erzählt wurde, wurde so angenommen. Die Leute erzählten ihren Kindern diese Schauermärchen, die wiederum ihren Kindern dies übermittelten und so wurden Generationen, die gegen Hanf waren herangezogen. Das sind die Generationen, die es O.K. finden, dass ihre Umwelt durch nicht biologisches abbaubares Plastik geschädigt wird und die es in Ordnung finden, was Alkohol und Tabak alles anrichten, da es ja LEGAL ist und keine einzige Krankheit heilen. Viele Leute wussten damals überhaupt gar nicht, dass mit Marihuana/Marijuana HANF gemeint war. Am 14. April 1937 wurde das Gesetz dem „ House Ways and Means Comittee“ vorgelegt. Der damalige Vorsitzende Robert Doughton war ein vehementer Unterstützer von Dupont und er stellte sicher, dass das Gesetz den Kongress passieren würde. Viele Leute begriffen damals nicht, dass dies ein Krieg gegen den so nützlichen Hanf war! Sogar die amerikanische Ärztevereinigung AMA verstand es zu spät, obwohl es ihre Mitglieder Hanf als Medizin ansahen und in den letzten hundert Jahren als Heilmittel verschrieben haben. Im September 1937 wurde der Hanf dann unter dem Deckmäntelchen des „mörderischen Marijuana“ verboten. Die einst nützlichste Pflanze aller Zeiten wurde verboten und als Droge geahndet und die Gesellschaft leidet bis heute noch darunter! Es sind bis heute die Interessen der Chemie-, Pharma-, und Ölindustrie, die am Verbot festhalten, weil er eine unschlagbare Konkurrenz wäre. Auch Agrarkonferenz wie Monsanto und Syngenta hassen den Hanf, weil er so pflegeleicht ist und keine Pestizide benötigt, die sie herstellen und mit am Bienensterben beteiligt sind. Unser Planet ist wegen diesen perfiden Lügen in Bedrängnis geraten und wird von perfiden Konzernen ausgebeutet, vergiftet und zerstört. Auch alle Energieprobleme könnten mit Hanf gelöst werden. Hanf gibt bessere Fasern als Holz und braucht viel geringere Mengen an Chemikalien als Wald. Hanfpapier vergilbt nicht und ist sehr lange haltbar. Man kann aus einer Saison Hanf die gleiche Menge Papier herstellen mit welcher der Wald 30 Jahre benötigt. Alle Plastikprodukte könnten, wie bereits erwähnt, aus Hanf, genauer gesagt aus dem Hanföl gewonnen werden. LEGALIZE IT beinhaltet so viel und die Wichtigkeit davon wird so viel unterschätzt. LEGALIZE IT steht für Umweltschutz, für bessere Heilmittel, die wirklich heilen und nicht krank am Leben halten, damit Pharmakonzerne ihr verdammtes Geld verdienen können, für die Bekämpfung von Hunger weltweit, da Hanfsamen den höchsten Proteinwert der Natur haben. Hanf liefert essentielle Fettsäuren, die den Körper von Cholesterin säubern. Hanfsamen zu essen, ist das Beste was man einem Körper antun kann.

Man kann auch Kleidung aus Hanf herstellen. Der Stoff ist sehr angenehm auf der Haut, ist 100% natürlich und somit atmungsaktiv und strapazierfähig. Zwar gibt es Betriebe, die Kleidung aus Hanf herstellen, aber diese Betriebe sind unbekannt und werden von den Medien totgeschwiegen. Was einst jeder Mensch trug ist nun quasi tabu. Wir tragen ja lieber künstlich hergestelltes Plastik an unserem Körper!? Hanf eignet sich auch als Baumaterial, ein Material, das für ein angenehmes, gesundes Raumklima sorgt. Der Dämmstoff Thermo- Hanf ist lebendig und atmungsaktiv, erfüllt die Brandschutzbestimmungen der deutschen Industrie- Norm (DIN), schützt sowohl vor winterlicher Kälte als auch vor sommerlicher Hitze. Auch können Hanfsteine Ziegelsteine ersetzen. Da hat die Natur uns eine Pflanze geschenkt, die den Planeten regelrecht retten könnte und wir erlauben es, dass wegen der Profitgier genau das so Nötige verboten wird. Das ist doch grotesk! Wenn man bedenkt, wie viele Probleme wir mit diesen ganzen Hanfalternativen haben, vom Ölplastik bis zu Medikamenten wie Ritalin, Contergan, Kortison, von der Chemotherapie bis zur Radiotherapie, von der Abholzung der Urwälder um Holz zu bekommen bis ans Öl, das der Planet braucht um Treibstoff zu gewinnen, den man auch vom Hanf haben kann.

Wie John Lennon schon sagte:“ Unsere Gesellschaft wird von Verrückten geführt für verrückte Ziele.“ Ich glaube wir werden von Wahnsinnigen gelenkt bis zum wahnsinnigen Ende. So kann es doch in einer aufgeklärten Gesellschaft nicht weitergehen! Wir dürfen uns das länger nicht gefallen lassen und die Menschen über die Ausmaße dieses Verbotes aufklären und aufzeigen, wem dieses Verbot nutzt und wem es schadet. Hanf muss für alle Bereich legalisiert werden!!! Ansonsten ist es, nachdem was man jetzt alle weiß, grob und fahrlässig es nicht zu tun! Gegen Hanf zu sein heißt gegen den Planeten zu sein, gegen die Menschlichkeit und gegen den Weltfrieden! Der Feind der Menschheit ist nicht der Hanf, sondern eine Elite, die 2% der Weltbevölkerung ausmacht und 90% des Geldes zur Verfügung hat. Eine Elite, welche immer noch die Macht, das Sagen und die Finanzkraft besitzt uns als Sklaven für ihre Zwecke zu missbrauchen. Den Planeten an den Rand seiner Existenzfähigkeit führen, um noch reicher zu werden und das nennt man Demokratie?! Sie kontrollieren Politiker, die Gesetzte verabschieden und dann über Polizisten wachen. Dies ist das Problem der Politik, die damit unglaubwürdig ist und wie eine „Muppet Show“ für Erwachsene rüberkommt. Viele Leute sind dessen bewusst und das ist der Grund der generellen Politikverdrossenheit.

A propos Polizisten und Politik: Eher unvorteilhaft beim Cannabiskonsum ist, dass der Wirkstoff THC (tetrahydrocannabinol), der psychoaktive Bestandteil, der entspannend wirkt, sehr lange braucht um vollständig vom Körper abgebaut zu werden. Im Klartext heißt das, dass jemand, der vor 3 Tagen einen Joint geraucht hat, immer noch einen Rest-THC im Blut hat und dafür gerichtlich belangt werden kann. Das kann sogar Personen passieren, die nur neben einem Raucher gesessen haben, ohne selbst zu rauchen. Das Resultat ist…der Führerschein ist weg! Das ist so als ob jemand, der 0.1 Promille im Blut hat, ohne Diskussion direkt den Führerschein entzogen bekommt. Fair? Ich finde es nicht! So etwas nennt man eine absolute 0-Toleranz-Grenze. Während beim Alkohol noch etwas Spielraum besteht und man durchaus super angeheitert noch fahren darf, ist das beim Cannabiskonsum am Steuer noch Etwas ganz Anderes. Obwohl derjenige, der vor 3 Tagen einen Joint konsumiert hat und bestimmt nüchterner ist als derjenige, der vor 3 Minuten das Café in Richtung Parkplatz verlassen hat, ist es strafbar. Da muss die Politik meines Erachtens aber eine „Promille-Grenze“ für den THC-Gehalt ausarbeiten, damit die Polizisten auch fair handeln dürfen.

Legal, illegal, scheißegal? Ich finde nicht, dass es einem scheißegal sein sollte… nur wie lange glaubt der Mensch schon, das alles was von der Politik und der Gesellschaft propagiert wird, das Beste für ihn ist? Ganz naiv kann der Mensch das ganze Leben sein, doch wenn man nicht so viel Glück hat mit Naivität reich beschenkt worden zu sein, dann muss man überlegen und Dinge auch in Frage stellen, wieso denn das schlimmere Übel nicht nur legal ist, während das „Andere“, das auch wissenschaftlich als wirksam belegt wird, illegal und verteufelt bleibt. Deswegen gibt es in allen Ländern dieser Welt rechtschaffende Bürger, die sich für die Legalisierung des Cannabis einsetzen. Eine Gesellschaft kann nur aufrechterhalten bleiben wenn Leute aufgeklärt werden und Gesetze geändert werden.

Man sollte auch ab und zu Bilanz halten und sich die Frage stellen, was das schlussendlich gebracht hat? Denn eins ist uns sicher: Alle Probleme, die Länder wegen dem Cannabisverbot haben, sind durch die illegale Situation entstanden. Man sollte also einsehen, dass die Prohibition gegenüber Cannabis überhaupt nichts gebracht hat und auch in Zukunft nichts bringen wird. Anstatt Milliarden für die Prohibition auszugeben, könnte der jeweilige Staat Milliarden damit verdienen und mit Sicherheit weniger Schaden anrichten als mit Alkohol oder Tabak.

Klar gibt es Jugendliche, die so exzessiv konsumieren, dass sie abdriften, die Schule abbrechen, Psychosen entwickeln, aber das ist eher selten. Medikamente haben viel öfter auch teilweise sehr schlimme Nebenwirkungen, aber über diese wird nicht gerne geredet. Erinnern wir uns, das was jetzt im Argen liegt, liegt im Argen weil es verboten ist. Jugendliche konsumieren gerne WEIL es verboten ist. Das bestätigt der US-Bundesstaat Colorado, in dem es seit Anfang 2014 legal ist Cannabis zu erstehen und zu konsumieren. Der Schwarzmarkt ist nicht kontrolliert. Cannabis wird gestreckt mit sonstigen Dingen wie Sand, Glas oder gar Giften. Dann gibt es das viel gefährlichere synthetische Cannabis, das irrwitziger Weise legal ist. Der Staat überlässt den kriminellen Milieus ein Feld um es dann mit Milliarden von Steuergeldern auszutrocknen. Das macht alles keinen Sinn. Und dann für etwas, das auch so viele Segen bringt.

Staatlich kontrolliert, um nur an Patienten und Erwachsene ab 18 oder 21 Jahre zu vergeben macht mehr Sinn. Kontrolliert in Qualität und Quantität könnte man es z.B. in Apotheken oder in Coffeeshops wie in den Niederlanden kaufen, für Patienten zur medizinischen Anwendung je nach Bedarf und für Erwachsene zum normalen, erholsamen Gebrauch z.B. 10 g pro Woche. Außerdem kann man den THC- Wert auch kontrollieren! THC ist der psychoaktive Wirkstoff, der von einem anderen Wirkstoff, dem CBD (Cannabidiol) konterkariert wird.

Wenn man bedenkt, dass über 60% der Drogendelikte weltweit Cannabisdelikte sind und über 90% der gefundenen Menge ausmacht, kann man sich ausrechnen wieviel Nährboden für kriminelle Milieus allein damit trockengelegt wäre. Andere Drogendelikte sind vergleichsweise selten.

Außerdem steht es einer Demokratie auch nicht sonderlich gut zu Gesicht Patienten und Erwachsenen so zu entmündigen, dass man als sonst sehr rechtschaffender Bürger nicht zwischen der Flasche Wein und dem Joint abends wählen darf. Es gibt doch Gesetze, die sich gegenseitig beißen. In den Niederlanden verfügt jeder Bürger über seinen Geist und Körper; Das fängt beim Cannabiskonsum an und das hört bei der Sterbehilfe auf. Nicht zwischen Alkohol, der nachweislich psychisch und psychisch abhängig macht, und Cannabis, der nur selten psychisch abhängig macht, wählen zu können, kann man als Anmaßung des Staates über sein persönliches Wohl verfügen zu wollen verstehen.

In diesem Sinne wäre es an der Zeit diese Prohibition, die nebenbei bemerkt noch ziemlich Menschenverachtend ist und zudem gegen andere Menschenrechte verstößt, ad acta zu legen und für eine aufklärende, zeitgemäße und ehrlichere Drogenpolitik zu plädieren. Dazu gehört nun mal der Vergleich mit dem legalen Alkohol. Eine ehrlichere Drogenpolitik würde eine Gegenüberstellung erlauben.

Beispiele der direkten Konfrontation:
• Häusliche Gewalt- Alkohol: Ja; Cannabis: Nein.
• Sexuelle Übergriffe- Alkohol: Ja; Cannabis: Nein
• Sterben durch Überdosierung-Alkohol: Ja; Cannabis: Nein
• Chronische Probleme- Alkohol: Ja; Cannabis: Nein

Klar gibt es immer die ein oder andere Studie, die immer noch behauptet, Cannabis sei gefährlich, aber diese Studien werden immer wieder durch unzählige andere Studien widerlegt. Diese Studien erscheinen weil es Leute gibt, die im Cannabis eine wirtschaftliche Gefahr sehen. Diesen Leuten geht es nicht um unsere Gesundheit, sondern lediglich um unser Geld.

Seien wir doch ehrlich! Prohibition schafft Kriminelle wo keine sind. Seien wir nicht so bigott! Während Alkohol zum guten Ton gehört, wird Cannabis verurteilt und meist von Leuten, die sich niemals mit dem Thema beschäftigt haben, weder theoretisch noch praktisch. Sogar ein übertriebener Alkoholkonsum ist nicht problematisch, obwohl das streng genommen schon als Alkoholismus bezeichnet werden könnte. Alkohol ist gesellschaftlich überanerkannt und gehört zum guten Ton, obwohl wir so viele Probleme damit haben und Alkohol keine Krankheiten heilen kann. Es geht sogar so weit, dass man als Banause behandelt wird, wenn man beim Essen keinen Wein bestellt und man das Essen somit nicht zu schätzen weiß. Ein Orangenglas anstatt Sekt wird irgendwie als komisch interpretiert. Das Alkohol ist ein „Must“, das Andere ein „ Faux pas“. Unlogisch in Anbetracht der ganzen Wirkungsweise der beiden „Softdrugs“. Oder sind es doch die Pharmakonzerne, Papierhersteller, Plastikhersteller, und Alkoholhersteller, die Angst vor Gewinnverlusten haben?

Irgendwann will keiner mehr irgendetwas von der Politik wissen, wenn man immer das Gefühl hat als Mensch unwichtig zu sein und immer wieder Wichtiges und Menschliches auf dem Altar der Profitkalkulation geopfert wird. Das schafft kein Vertrauen. Es kann nicht sein, dass immer noch Geld über das Wohl des Menschen und des Planeten gesetzt wird. Irgendwann fliegt uns der Planet um die Ohren und dann sind alle Bleiköpfe…nicht nur die Kiffer, die ja gerne so genannt werden.

Quellennachweis:
Internetseiten:
www.illegalyhealed.com
www.aponet.de
www.hempforfuture.com
www.hanfjournal.de
www.medicalcannabisjournal.net
www.cannabisdigest.ca
www.leafscience.com
www.hanfverband.de
www.gesundheitlicheaufklärung.de
www.hanf-aktivisten.de
www.norml.org
www.clear-uk.org
www.weedliketotalk.wix.com/wltt
www.hanfparade.de
www.grow.de
www.hanfkalender.de

Medizin- Journale:

Molecular Pharmacology
Molecular Neurobiology
Molecular Cancers
Oncology Reports
Cancer Research
Journal of Clinical Investigation
Metastasis Reviews
International Journal of Oncology
International Journal of Cancer
Nature
Lipid Research
British Journal of Cancer
British Journal of Pharmacology
Journal of Drug targeting
Medscope
Cancer Investigation
Canna Digest
Institute of Health
Oncogene Journal
Journal of biological chemistry
Journal of Cancer Research
Journal of Psychoactive Drugs
Carcinogenesis
Phytomedecine
Journal of Molecular Medecine
Cancer Centre of the University of Texas, Harvard University and London University
Anticancer Research
Case reports in Oncology
Biochemical Pharmacology
Molecular Cancer Therapeutics
Journal of the Federation of Americas Societies for Experimental Biology
Prevention Brain Research
American Association for Cancer Research

2017 © UFCM

Site: C. Isekin